Als Mama von drei Teenagern darf ich jeden Tag beobachten, wie sie gemeinsam mit ihren Freunden durchs Leben gehen: Da wird aus tiefstem Herzen gekichert, überschwänglich erzählt, wild diskutiert und mit einer fast schon ansteckenden Lebensfreude die Welt entdeckt. Es ist eine Phase voller Aufbruch, sprudelnder Kraft und der absoluten Leichtigkeit, sich einfach mal auszuprobieren.
Und wenn ich in diesen Tagen nach draußen gehe und die Natur beobachte, muss ich unweigerlich schmunzeln. Denn wenn wir die feurige Energie des Mais spüren, wird schnell klar: Das Jahr ist jetzt in seiner absoluten Pubertät.
Die Natur im Teenager-Modus
Genauso wie meine Kinder gerade täglich über sich hinauswachsen, hält sich auch die Natur jetzt nicht mehr zurück. Der zaghafte, noch etwas unsichere Vorfrühling ist endgültig vorbei. Jetzt schießen die Säfte mit voller Wucht in die Bäume. Alles wuchert, drängt wild ans Licht, blüht in den buntesten Farben und testet mutig seine eigenen Grenzen aus.
Die Natur ist jetzt laut, ungestüm und steckt voller purer, enthusiastischer Schöpferkraft. Sie wächst über Nacht und hält sich an keine geordneten Regeln mehr. Und genau diese wilde, pulsierende Kraft steckt jetzt auch in unseren heimischen Wildkräutern, die in den Wäldern und auf den Wiesen nur darauf warten, ihre Energie zu entfalten.
Die Erlaubnis, den Ernst des Lebens abzuwerfen
Wir Erwachsenen neigen oft dazu, das ganze Jahr über vernünftig, strukturiert und geordnet zu sein. Der Alltag fordert Disziplin und Verantwortung. Doch die unbändige Energie des Mais – traditionell auch geprägt vom feurigen, keltischen Jahreskreisfest Beltane – ruft uns etwas völlig anderes zu. Sie reicht uns hochoffiziell die Erlaubnis, den Ernst des Lebens abzuwerfen und wieder ein bisschen Teenager zu sein!
Wir dürfen uns genau so fühlen, wie die Natur uns das jetzt eindrucksvoll vormacht. Nutze diese Zeitwende, um aus alten, starren Mustern auszubrechen:
- Sei überschwänglich: Trau dich, wieder laut zu sein. Probiere unbeschwert Neues aus und entfache deine Leidenschaft für ein vergessenes Projekt, ein Hobby oder einen lang gehegten Traum völlig neu.
- Sei lebensfroh: Feiere den Moment. Erlaube dir, dich wieder von kleinen Dingen restlos begeistern zu lassen, genau wie Jugendliche es tun, wenn sie etwas Neues für sich entdecken.
- Sei albern: Wann hast du das letzte Mal mit einer Freundin gekichert, bis euch beiden die Tränen kamen? Der Wonnemonat ist absolut nicht die Zeit für Schwermut oder Perfektionismus, sondern für pure Unbeschwertheit.
Räuchern im Mai: Mit purem Kräuterwerk die Leichtigkeit nähren
Bei MUSCO. pures Kräuterwerk lassen wir uns von dieser stürmischen Energie des Mais liebend gerne anstecken. Wenn wir in diesen Wochen räuchern, dann tun wir das ganz bewusst nicht, um in tiefe, stille oder gar schwermütige Meditation zu versinken – dafür ist der späte Herbst da.
Wir nutzen jetzt erfrischende, feurige und belebende Wildkräuter und helle Harze. Das Verräuchern wird in diesem Monat zu einem freudigen, dynamischen Ritual, das unsere Lebensgeister sofort weckt und uns liebevoll daran erinnert, dass das Leben aus vollem Herzen gefeiert werden möchte.
Ein freudvolles Ritual für deine Frühlings-Energie
Wie kannst du diese überschwängliche Stimmung konkret in deinen Alltag holen? Es braucht gar nicht viel. Nimm dir an einem sonnigen Nachmittag oder lauen Abend bewusst eine Auszeit.
- Raum schaffen: Öffne die Fenster weit und lass die frische, laute Frühlingsluft herein.
- Feuer entfachen: Lege feurige, anregende Kräutermischungen (wie unsere „Euphoria“) auf dein Stövchen oder die Räucherkohle. Beobachte den wild tanzenden Rauch.
- Intention setzen: Erinnere dich an das Gefühl von Freiheit aus deinen eigenen Teenager-Tagen. Verbinde dich mit dieser unbeschwerten Version von dir selbst und nimm dieses befreite, leichte Gefühl mit in den restlichen Tag.
Lass dich von der „Pubertät des Jahres“ mitreißen. Wirf die Vernunft für einen Nachmittag über Bord, tanz aus der Reihe und lass dein inneres Feuer brennen!



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